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Von der Peene zur Ostsee

Christian Fanta
(@fanti)
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Die Bilder zur Tour

Die Route auf Google-Maps

Übersicht zu den Peenebrücken


Reisebericht

Nach unseren Erfahrungen im Oktober 2017, buchten wir im Mai 2019 einen Einwegtörn für einen neuen Versuch, der Insel Rügen mit dem Boot einen Besuch abzustatten. Zwei Wochen vor dem Starttermin wurde uns der endgültige Starthafen mitgeteilt, da dem Vercharterer vorher noch nicht bekannt war, wo das gebuchte Motorboot namens Louisa, eine Schulz 40, liegen würde. Die Tour startete in Neukalen, nicht weit vom Kummerower See und endete in Barth, am Barther Bodden. Auch wenn wir das Boot zum vereinbarten Zeitpunkt, am Freitag, 10. Mai 2019, um 9:00 Uhr im Zielhafen übergeben konnten, so blieben wir auch dieses mal aus Sicherheitsgründen der Insel Rügen fern. 

Am Freitag, 3. Mai 2019, trafen wir frühzeitig um 15:15 Uhr am Starthafen Neukalen ein, um das Boot um 16:00 Uhr übernehmen zu können, denn in meiner Planung wollte ich noch am selben Tag die erste Hebebrücke der Peene in Demmin erreicht haben, damit wir diese am nächsten Morgen um 9:00 Uhr in aller Ruhe passieren könnten. Doch leider war unser Schiff noch nicht bereit. Erst um 17:30 Uhr konnten wir es beziehen und bis die Übergabe fertig war, war es bereits nach 18:00 Uhr. Bei der ca. 2,5-stündigen ersten Tour, entschieden wir uns in Neukalen zu bleiben und lieber am Samstag bereits um 6:00 Uhr zu starten. So statteten wir am Abend, nachdem wir uns auf der Louisa eingerichtet hatten, dem "Gasthaus am Hafen" einen Besuch ab. Das Essen und der Service hier ist sehr zu empfehlen!

Danach ging es weiter Flussabwärts, wo wir gegen 10:30 Uhr die nächste Hebebrücke in Loitz erreichten. Um 11:10 Uhr öffnete sich diese für uns, damit wir jetzt den größten Teil der Tagesetappe, von etwa 45 km, bis nach Anklam fortsetzen konnten. Ohne weitere Vorkommnisse erreichten wir bereits um 15:00 Uhr Ankam und konnten so auch noch die dortige Eisenbahnbrücke durchfahren, um gleich dahinter in dem kleinen Yachthafen für die zweite Nacht fest zu machen.

Es folgte am Sonntag eine entspannte Fahrt über den Peenestrom bis nach Peenemünde, im Norden der Insel Usedom. Gemäß den Informationen diverser Wetterapps, sollte uns am Montag Wind bis Stärke 5, in Böen 6, erwarten. Unter diesen Umständen wollten wir die Fahrt über den Greifswalder Bodden nicht ohne Rücksprache mit unserem Vercharterer antreten, denn unser Boot war nur mit der Seetauglichkeit Kategorie C eingestuft, ausgelegt für Fahrten in küstennahen Gewässern, bei denen Wetterverhältnisse mit einer Windstärke bis einschließlich 6 auftreten können. Also entschieden wir, den Montag mit dem Besuch des Museumsschiff Hans Beimler und der U-461 zu nutzen. Am Nachmittag wechselten wir dann lediglich den Hafen von Peenemünde nach Kröslin, wo unser Vercharterer einen Sitz hat. Für den Dienstag sollte sich der Wind wieder etwas legen und nur noch bei Windstärke 4 liegen. Nach Rücksprache mit dem Hafenmeister der Marina Kröslin und einem Mitarbeiter von Yachtcharter Schulz, sollten wir bei diesen Wetterverhältnissen den Greifswalder Bodden mit unserem Boot ohne Probleme überqueren können. So genossen wir am Montagabend noch ein köstliches Essen im Steghouse Kröslin.

Planmäßig legten wir am Dienstag erst gegen 14:00 Uhr zur nächsten Tagestour nach Stralsund ab, da der Wind am Nachmittag allmählich nachlassen sollte. Auch wenn die Wellen unser Boot teilweise kräftig durchschüttelten, so erreichten wir gesund und munter bereits um 19:15 Uhr Stralsund. Hier machten wir in der Citymarina Stralsund für zwei Nächte fest, denn da unser letztes Ziel Hiddensee war, was nicht viel zu bieten hatte, beschlossen wir unseren Aufenthalt in Stralsund um einen Tag zu verlängern.

Aus vergangenen zwei Urlauben kannten wir Stralsund bereits und wussten, wo es die besten Fischbrötchen und Kibberlinge gibt. Und auch zum Essen und für den Abschlussdrink am Abend kannten wir eine schöne Location. Detaillierte Informationen sind unten unter "Meine Empfehlungen – Essen und Trinken in Stralsund" zu finden. Am Mittwoch führte uns ein Einkaufsbummel durch die Stadt, wo wir unsere Urlaubsmitbringsel im "Kuddel Daddel Du", Ossenreyerstraße 34, fanden. Auf der Hafeninsel stärkten wir uns noch mit Fisch- und Krabbenbrötchen und besuchten danach frisch gestärkt das Ozeaneum. Dieses Museum war für uns alle eine Überraschung und ein positives Erlebnis, welches ich jedem Besucher von Stralsund empfehlen kann. Deshalb sind auch darüber weitere Informationen unter "Meine Empfehlungen" zu finden.

Am Donnerstag führte uns die Tagestour mit dem ersten Teilstück nach Vitte auf Hiddensee. Hier ist die Insel nur etwa 400 Meter breit, so dass wir in kurzer Zeit vom östlich liegenden Hafen den Ostseestrand im Westen zu Fuß erreichten. Ein gemütlicher Spaziergang bei sommerlichem Wetter mit abschließendem Eis bestätigte unsere Vermutung: Hiddensee ist eine sehr ruhige Insel für Erholungsbedürftige. Und so brachen wir um kurz nach 16:00 Uhr, mit dem Wissen um die gute Entscheidung für den gestrigen Verlängerungstag in Stralsund, auf, um am Abend den Zielhafen in Barth zu erreichen. War auch der größere Teil der Rückfahrt, bis auf den Zwang, strikt im schmalen betonnten Fahrwasser zu bleiben, entspannend, so wartete noch eine unangenehme Überraschung auf uns. Inmitten des Barther Bodden gerieten wir in ein mit Starkregen begleitetes Gewitter. Doch dank Fernglas konnten wir die Fahrwassertonnen frühzeitig ausmachen und so weiterhin innerhalb des Fahrwassers bleiben. So überstanden wir auch dieses Abenteuer gemeinsam und waren erleichtert, als wir gegen 20:00 Uhr durch die Hafeneinfahrt von Barth fuhren.

Das Abenteuer mit Wind, Wellen und Wetter machte diesen Bootsurlaub für uns zu einem unvergesslichen Erlebnis!

Zitat
Themenstarter Veröffentlicht : 18. Juni 2019 14:26
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